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Immobilien in Hagen, 587 Ergebnisse

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Ein Dorf wird zur Stadt
1661 erteilte Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688, Markgraf von Brandenburg, Herzog in Preußen aus dem Haus Hohenzollern) Hagen die Genehmigung zur Gründung einer Kleinschmiede, womit das Kirchspiel plötzlich einen wirtschaftlichen Impuls erhielt. Der Bau mehrerer Hammerwerke und Schmieden in der Folge förderte die Entwicklung, im siebzehnten Jahrhundert kam eine Sensenschmiede hinzu. 1699 und 1724 zerstörten Feuerbrünste einen Großteil der Bebauung des Dorfes, Preußen unterstützte den Wiederaufbau der Gemeinde. 1746 verlieh Friedrich II von Preußen (Friedrich der Große, der Alte Fritz, 1712-1786, Kurfürst von Brandenburg, ab 1740 König in und ab 1772 von Preußen) der Ansiedlung Stadtrecht, 1887 wurde der Ort freie Reichstadt, in der Zeit von 1871 bis 1914 hatte Hagen seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Die schöne Bebauung der Innenstadt überstand den Zweiten Weltkrieg (1939-1945) leider nicht, die "Bausünden" der Nachkriegszeit ließ die Stadtverwaltung jedoch im Rahmen groß angelegter Sanierungsmaßnahmen in den neunzehnhundertneunziger Jahren weitestgehend beseitigt.

Jeder der 5 Stadtbezirke von Hagen hat seine ganz eigene Ausstrahlung. Hagen Mitte setzt sich zusammen aus Altenhagen, Hochschulviertel, Emst, Wehringshausen und Mittelstadt. Altenhagen, der auch wirklich älteste Teil der Stadt, ist dabei das ungesuchteste Viertel, hier leben überwiegend sozialschwache Familien, Alleinerziehende mit geringem Einkommen und Ausländer. Im Gegensatz dazu hat sich am Rand des Hochschulviertels eine bürgerliche Struktur entwickelt, bestehend aus vielen Einfamilienhäusern und gut strukturierten Wohngebäuden, wobei die obere Mittelschicht und die Oberschicht eher Emst bevorzugt. Stadtnah und dennoch ruhig gelegen ist Emst ein Ort, der Ruhe ausstrahlt, ohne dabei langweilig zu sein. Wehringhausen verwandelte sich zur Stadt in der Stadt, mit Restaurants, Cafés, Kneipen und Geschäften aller Art. Die Bebauung stammt teilweise noch aus dem neunzehnten Jahrhundert, die Wohnungen wurden liebevoll restauriert beziehungsweise saniert und sind als Wohnraum verhältnismäßig begehrt. Die Anwohnerstruktur ist gemischt, allerdings nicht in der negativen Belegung, sodass Wehringhausen sich gerne als multikultureller Stadtteil bezeichnet.

Helfe, Bathey, Eckesay, Vorhalle und Boelerheide zählen zu Hagen Nord, ein Stadtbezirk, der bedeutende Industrieunternehmen beherbergt. Das wunderschöne Wasserschloss Werdingen mit seiner Ausstellung der Ur- und Frühgeschichte gehört zu den Anziehungspunkten für Touristen, das Freizeitangebot im Stadtteil ist generell groß, das Nachtleben durchaus interessant. Im Süden von Hagen befindet sich das schöne und dabei älteste Wohngebiet, die "Lange Riege" in Eipel mit ihren perfekt sanierten und restaurierten Fachwerkhäusern. Unweit vom historischen Kern entfernt, gehört das Gebiet zu den gesuchten Wohnbezirken, wenn miet- oder kaufbarer Wohnraum hier auch eher zu den Raritäten zählt. Es geht in dem Bezirk ländlich zu, der Charme der Vergangenheit dringt aus jedem Winkel. Neben Eipel liegen Dahl, Rummenohl, Priorei, Delstern und Selbeck, das Freilichtmuseum sowie die Kart-Rennbahn sind Touristenmagnete.

Genau gegenteilig von ländlich wirkt der ehemalige Stahlstandort Haspe im Westen. Die durchaus interessanten Industriedenkmäler erinnern an die Geschichte des Ortsteils, die Bebauung zeigt sich der Ortsgeschichte entsprechend. Der mit Abstand schönste Stadtteil von Hagen ist mit Sicherheit Hohenlimburg. Das Schloss mit dem idyllischen Gebäude prägt den Stadtteil, genauso wie die vielen Fachwerkbauten, der Marktplatz mit den umliegenden Gassen ist ein gutes Beispiel für eine gewachsene Struktur. Da der Ortsteil im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt wurde, bietet Hohenlimburg noch immer ein romantisches mittelalterliches Bild, das selbst die Schornsteine vom gegenüberliegenden Lennetal nicht trüben können. Lebendig und traditionsbewusst hat es seien Identität über die Jahrhunderte gerettet und gehört heute zu den besonderen Wohnbezirken Hagens.
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